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MegaBit: „Tekkz und Dossary – wir können sie schlagen!“

Der entscheidende Schritt vor der Weltmeisterschaft führt durch Hamburg. 64 Spieler treten auf der Xbox gegeneinander an, um die letzten Punkte vor dem FIFA eWorld Cup (FeWC) zu gewinnen. 16 Spieler werden nach diesem Wochenende zur Weltmeisterschaft fahren. Michael ‚MegaBit‘ Bittner von Werder Bremen hat die Playoffs im vergangenen Jahr gewonnen. Auch dieses Jahr zählt er zu den Favoriten.

Wie fühlst Du dich vor den Playoffs?

Ich bin sehr motiviert und freue mich jetzt wieder auf ein großes Turnier. Das letzte Turnier war ja Mitte Mai, wo ich die deutsche Meisterschaft gewinnen konnte. Das heißt, ich habe da eine sehr gute Erfahrung im Hinterkopf. Da möchte ich gerne dran anknüpfen, weiß aber auch, dass das Niveau bei den Playoffs so hoch wie noch nie ist bei einem Turnier.

Woran liegt das?

Letztes Jahr musste man sich für die Playoffs bei einzelnen Turnieren qualifizieren, durch eine punktuelle Leistung. Dieses Jahr sind es wirklich die 60 besten Spieler über ein ganzes Jahr. Ich bin zwar da auch Titelverteidiger, hab das letzte Jahr auch die Erfahrung gemacht, bei einem so wichtigen Event eine Top-Performance zu landen, aber das ist für dieses Jahr keine Garantie.

Mit dem Titel der Virtual Bundesliga verstärkte MegaBit seine Position als bester deutscher Spieler.

Sorgt die Favoritenrolle, als bester deutscher Spieler in die Playoffs zu gehen, für Druck? Oder ist das zusätzliche Motivation?

Ich würde sagen eine Mischung aus beidem. Klar wird von mir viel erwartet, zumal das Event in Deutschland stattfindet. Noch dazu Hamburg, da möchte man als Werderaner natürlich eine gute Leistung bringen in der Stadt (lacht). Ich habe aber nicht diesen Druck, bei einer schlechten Performance nicht bei der WM dabei sein zu können. Somit hätte ich selbst im Falle eines Ausscheidens in der Gruppenphase beim FeWC noch eine weitere Chance auf einen Sieg bei einem großen Turnier.

 

Nachdem du die Playoffs in Amsterdam vergangenes Jahr gewonnen hast, warst du unzufrieden. Du hast dich geärgert, als bester Xbox-Spieler dazustehen, bei der WM aber quasi wieder bei null anfangen zu müssen. Machen die Playoffs mit einem Gewinner Sinn?

Dass das Turnier zu Ende gespielt wird, macht auf jeden Fall Sinn. Letztes Jahr ging es ja vor allem noch um das Ranking für den FeWC. Ich durfte als Nummer eins hinreisen. In diesem Jahr kann man schon drüber streiten. Bei so vielen Turnieren wie in dieser Saison, die auch immer mal ein anderer gewonnen hat, kann man sich schon fragen, wer jetzt eigentlich der Beste ist. Ich konnte bei dem Turnier (Playoffs in Amsterdam, Anm. d. Red.) eine super Leistung zeigen. In der KO-Phase, das ist mir im Nachhinein eingefallen, lag ich nicht einmal hinten. Ich habe jedes Spiel nach 90 Minuten gewonnen, da bin ich richtig aufgeblüht. Bei der WM bin ich dann verdient ausgeschieden. Dossary (Mosaad ‚Msdossary‘ Aldossary, Anm. d. Red.) ist auch zurecht Weltmeister geworden, war der beste Spieler in dem Jahr. Vor Tekkz (Donovan ‚F2Tekkz‘ Hunt, Anm. d. Red.) vor mir, vor Nicolas (Nicolas ‚nicolas99fc‘ Villalba, Anm. d. Red.). Da ist man nur hinterhergelaufen und hatte keine Chance gegen ihn. Aber dieses Jahr ist es anders. Ich sehe mich als jemanden, der mit den Besten mithalten und eigentlich jeden schlagen kann. Man muss allerdings auch neidlos anerkennen, dass Tekkz, Dossary und auch Nicolas dieses Jahr einfach wieder konstant in einer anderen Liga gespielt haben.

Eine Liga über allen anderen?

In einer anderen Liga ist vielleicht zu spitz formuliert. Selbst wenn sie einen schlechten Tag hatten, sind sie weit im Turnier gekommen und haben sich nach und nach ins Turnier gespielt. Bei mir ist es eher so: ich performe in der Gruppenphase konstant, musste dann in der KO-Runde zu häufig eine Niederlage einstecken. Oft waren es sehr knappe Spiele, aber mit dem schlechteren Ende für mich. Und das reicht dann halt nicht, um weiterzukommen. Daran möchte ich arbeiten, auch gemeinsam mit Werder und unserem Partner, der AOK. Wenn ich in den Flow komme, wie letztes Jahr, dann weiß ich, dass es weit gehen kann. Dafür muss aber alles passen.

“Wenn ich in den Flow komme, wie letztes Jahr, dann weiß ich, dass es weit gehen kann.”

Was bedeutet „alles“ in dem Fall?

Ich habe das gesamte Jahr über kein einziges Spiel hoch verloren. Aber ich muss öfters erstmal einem Rückstand hinterherlaufen. Ich liege dann zwei oder drei Tore hinten und hab aber echt oft in dieser Saison noch ein Comeback geschafft. Nur manchmal kippen die Spiele auch. Und das darf nicht passieren. Ich muss gucken, dass ich meine Chancen von Anfang an verwerte.

Deutschland stellt erneut viele Spieler im Teilnehmerfeld. Gibt es diese Saison einen deutschen Weltmeister?

Ich bin begeistert, wie die Deutschen diese Saison performt haben. Allerdings haben wir für die Anzahl an Spielern, die wir stellen, noch zu selten das Halbfinale, Finale oder den Turniersieg erreicht. Da hatten wir nur den einen FUT Champions Cup, wo wir drei von vier Halbfinalisten gestellt haben. Das hat gezeigt, was an einem Tag möglich ist. Das ist allerdings nicht nur auf die Deutschen eingegrenzt. Bei den Playoffs gibt es jetzt gefühlt 20 Spieler, denen man wirklich alles zutrauen kann. Um den Titel spielen trotzdem in diesem Jahr immer nur dieselben mit. Ich glaube, dass es einer aus der Top 10 machen wird. Da haben wir auf der Xbox immerhin drei Deutsche. Und Raseck (Niklas ‚NRaseck‘ Raseck, Anm. d. Red.), DullenMike (Dylan ‚DullenMike‘ Neuhausen, Anm. d. Red.), die haben es gezeigt, es gab fast kein Turnier, wo es bei denen nicht lief. Und natürlich rechne ich mir auch Chancen für mich selber aus. Alles in einem sehe schon die realistische Chance, dass es ein Deutscher gewinnen kann. Die ganz klaren Favoriten auf der Xbox sind aber dennoch Tekkz und Dossary. Wir können sie schlagen, aber das sind die Favoriten.

Vielen Dank für das Interview.